Dieses bei der Dr. Sommer Werkstofftechnik GmbH akkreditierte Prüfverfahren ist eine präzise Methode zur Bestimmung des Kohlenstoff- und Schwefelgehalts in verschiedenen Materialien. Typische Anwendungen sind z.B.:
Im Induktionsofen wird die Probe in einem reinen Sauerstoffstrom aufgeschmolzen. Dabei reagiert der enthaltene Schwefel zu Schwefeldioxid (SO₂) und der Kohlenstoff zu einem Gemisch aus Kohlenmonoxid (CO) und Kohlendioxid (CO₂). Die entstehenden Verbrennungsgase werden anschließend durch einen Staubfilter und einen Feuchtigkeitsabsorber gereinigt.
Die Detektion des Schwefeldioxids erfolgt in Infrarotmesszellen. Nach der Schwefelmessung wird das Kohlenmonoxid zu Kohlendioxid oxidiert und das Schwefeldioxid zu Schwefeltrioxid (SO₃). Das SO₃-Gas wird mit Cellulose entfernt, und der Kohlenstoffgehalt wird über Infrarotmesszellen ermittelt.
Mit den so gemessenen Intensitäten erfolgt die Berechnung des Kohlenstoffs- und Schwefelgehalts unter Berücksichtigung des Probengewichts.
Mit der Verbrennungsanalyse können eine Vielzahl an unterschiedlichen Werkstoffen präzise bestimmt werden. Typische Probenmaterialien sind z.B. Legierungen, Aluminium, Asche, Gusseisen, Kupfer, Eisen- und Stahllegierungen, Metalle, Mineralien, Erze und uvm.
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Weitere InformationenT.F.W.W.-Projekt 20
Projektbericht 20 – Bestimmung modul- und werkstoffabhängiger Einsatzhärtungstiefen
Ausgangssituation und Projektanlass:
T.F.W.W.-Mitgliedsfirmen werden in zunehmendem Maße mit der Forderung konfrontiert, bei Zahnrädern an unterschiedlichen Positionen des Zahnprofils Einsatzhärtungstiefen zu garantieren. Dabei müssen dann Einflussgrößen wie Modul, Innen- und Außendurchmesser, Härtbarkeit und Einsatzhärtungstiefe berücksichtigt werden. Eine zerstörende Prüfung an Musterteilen ist in den meisten Fällen nicht möglich.
Versuchsprogramm und Untersuchungen:
1. Es werden Musterzahnräder mit den Modulen 2, 4 und 8 sowie unterschiedlichen Innendurchmessern aus folgenden Einsatzstählen hergestellt:
– 16MnCr5 +HH, 1.7131 und
– 18CrNiMo7-6 +HH, 1.6587
2. Für jede Abmessungs- und Werkstoffvariante werden drei Einsatzhärtungstiefen realisiert.
Nach Abschluss der Wärmebehandlungen erfolgen dann…
– die Bestimmung der Einsatzhärtungstiefe an sechs unterschiedlichen Positionen,
– die Bestimmung der Zahnfußhärte sowie
– die Bewertung der Gefügeausbildung.
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