Dilatometrie

Die Dilatometrie ist eine thermo-analytische Messmethode zur Bestimmung von Dimensionsänderungen von Probenkörpern. Die zu untersuchenden Werkstoffe oder Bauteile werden dabei einem kontrollierten Temperatur-Zeitprogramm unterworfen, welches die Dimensionsänderungen dokumentiert. So wird gemessen, welche Phasen in der Probe zu welchem Zeitpunkt bei welcher Temperatur entstehen. Mithilfe der Dilatometrie werden zudem thermische Ausdehnungskoeffizienten bestimmt, die es ermöglichen, unterschiedliche Materialien für den späteren Einsatz aufeinander abzustimmen.

Die modellhafte Simulation von Wärmebehandlungszyklen dient zur:

Erstellung kontinuierlicher ZTU-Schaubilder
Erstellung von isothermischen ZTU-Schaubildern
Erstellung von isothermischen ZTA-Schaubildern
Bestimmung der Gleichgewichtsumwandlungstemperatur
Ermittlung des linearen Wärmeausdehnungskoeffizienten

Um eine reaktionsfreie Umwandlung der Proben sicherzustellen, werden alle thermischen Untersuchungen in unserem Labor an unserem SiC-beheizten Dilatometer in einer Atmosphäre unter Argon-Schutzgas durchgeführt.

So besteht die Möglichkeit, langsame und sehr langsame Abkühlkurven fahren zu können – für die Erstellung kontinuierlicher ZTU-Schaubilder unerlässlich.

Mit dem RITA–Verfahren (rapid inductive thermo analysis) ist es möglich, durch die induktive Erwärmung in Verbindung mit einer Helium-Gasdruckkühlung höchste Aufheiz- und Abkühlgeschwindigkeiten zu erreichen. Dabei erzeugt die in das System eingebaute Turbomolekularpumpe ein hohes Vakuum für reaktionsfreie Umwandlungen.

Jens Sommer, B. Eng.

Geschäftsführer – Labor und Seminare

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js@werkstofftechnik.com

Philipp Sommer, M. Sc.

Geschäftsführer – EDV und Forschung

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